Gewinnung von Honig

"Honig ist der süsse Stoff, den die Bienen erzeugen, indem sie Nektar und Honigtau oder andere an lebenden Pflanzenteilen sich vorfindende zuckerhaltige Säfte aufnehmen, durch körpereigene Stoffe bereichern, in ihrem Körper verändern, in den Waben aufspeichern und reifen lassen." (Beschreibung für Honig aus dem schweizerischen Lebensmittelbuch)
 

Frühjahrstracht, Kirschbäume und Raps

Der Blütenhonig wird im Umkreis unserer Bienenstände  von den Bienen hauptsächlich von den Kirschbaum-, Löwenzahn-, Raps- und Akazien-Blüten gesammelt.
Die Blüten sind in grosser Zahl vorhanden und liefern deshalb den Hauptanteil des Blütenhonigs. Nektar von anderen Blütenarten wird in kleineren Mengen eingetragen. Da das Wetter für die Natur einen grossen Einfluss hat, ändert die anteilmässige Zusammensetzung des Honigs von Jahr zu Jahr was sich im unterschiedlichen Geschmack des Honigs bemerkbar macht. 

blühender Kirschbaum und Löwenzahnwiese

Da in unserer Gegend die Weistannen gänzlich fehlen finden die Bienen den Honigtau vorwiegend auf Linden, Eichen und Ahorn. Dieser Honigtau wird von den Bienen gemeinsam mit dem Nektar der zu diesem Zeitpunkt noch blühenden Trachtpflanzen eingetragen. Je höher der Anteil an Honigtau je dunkler wird der Honig. 

 

frischer Nektar wird eingelagert

 

Honig ernten, "schleudern"

Der von den Bienen in den Waben eingelagerte Honig ist mit einer Wachsschicht verschlossen. Diese Wachsschicht muss vor der Schleuderung entfernt werden.
Wir arbeiten mit einem Abdeckelungshobel und mit Abdeckelungsgabeln. Das Wachs fällt auf das Gitter der Abdeckelungswanne, der am Wachs noch anhaftende Honig läuft durch das Gitter in die Auffangwanne.



Honigwabe wird mit dem Abdeckelungshobel entdeckelt 

Die entdeckelten Honigwaben werden in eine 12 Waben fassende Radialschleuder aus rostfreiem Stahl gestellt, diese wird mittels Elektromotor angetrieben. Die Geschwindigkeit passt sich automatisch dem Gewicht der Waben an. Das heist je leichter die Waben werden desto schneller dreht die Schleuder. Durch die Fliehkräfte wird der Honig aus den Waben "geschleudert" und läuft durch den Ablauf im Schleuderboden in einen Kunststoffkessel. Die Schleuderung erfolgt ohne eine Erwärmung der Schleuder und der Siebeinrichtung.

 

12 Waben Radialschleuder mit Dadant Honigwaben

Nach der Schleuderung Fliesst der Honig durch 2 Siebe in einen Lagertank. Darin bleibt der Honig einige Tage bis sich auf der Oberfläche eine dünne Schaumschicht aus der aufsteigenden Luft und kleinsten Wachspartikelchen gebildet hat.   

 

   
 Chromstahl Honigbehälter/Abfüllbehälter mit 2 Sieben

Nach dem entfernen der Schaumschicht wird der Honig 1x täglich kurz mit einem Rührwerk gerührt.
Durch diesem Vorgang wird eine feinere kristallisation des Honigs erreicht, das heisst der Honig bleibt streichfähig.

Chromstahlhonigbehälter mit aufgesetzten Rührwerk zur Cremehonig Herstellung

Der Honig wird nach dem rühren bei einsetzender Kristalisation umgehend in Gläser abgefüllt.

         

     Honig abgefüllt und etikettiert

Honig nimmt leicht fremde Gerüche an. Achten sie deshalb darauf, dass das Gefäss immer luftdicht verschlossen ist.

Wenn sie kristallisierten Honig wieder flüssig haben wollen, dann erwärmen Sie das Glas  im Wasserbad bei 30-40 Grad. Nicht wärmer, sonst gehen Nähr- und Aromastoffe verloren.

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